Journal · 24. Juni 2026

Agenturfusionen: was Auftraggeber wirklich merken

Übernahmen in der Kreativwirtschaft klingen groß. Für laufende Etatbeziehungen zählen andere Details: Ansprechpartner, Tagessätze, Kapazität.

Besprechung in einem hellen Konferenzraum

Wenn zwei Agenturnamen zu einem werden, folgt oft eine Pressemitteilung mit „Komplementarität“. Auftraggeber merken Fusionen später: Die Ansprechperson wechselt, der Pitch-Prozess wird länger, oder Tagessätze steigen ohne neues Leistungspaket.

In Marktberichten fragen wir deshalb nicht zuerst nach dem Kaufpreis, sondern nach sichtbaren Folgen: Bleibt das Kreativteam stabil? Werden Etatberichte anders formatiert? Gibt es doppelte Account-Strukturen?

Ein praktischer Schritt vor der nächsten Statusrunde: Liste der letzten drei Deliverables und der beteiligten Personen. Ändert sich diese Liste abrupt, gehört das in die interne Notiz — nicht erst in die nächste Pitch-Präsentation.

Fusionen sind Branchennachrichten. Ihre Bedeutung erhalten sie erst, wenn jemand sie auf laufende Beziehungen bezieht.

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