Journal · 7. Juli 2026
Influencer-Kennzeichnung lesen, ohne Jurist zu sein
Urteile und Behördenhinweise zur Werbekennzeichnung ändern sich. Marketingteams brauchen eine Lesart, die Verträge und Briefings absichert — ohne Panik.
Wenn Gerichte zur Kennzeichnung von Produktplatzierungen entscheiden, landet das Thema schnell in Marketing-Chats — oft als Screenshot ohne Kontext. Für Briefings gilt: Zuerst die konkrete Fallkonstellation klären (eigenes Produkt, Affiliate, Einladung, langfristiger Vertrag), dann die Aussage des Urteils in einem Satz.
Was Teams intern prüfen können, ohne Anwälte zu ersetzen:
- Steht die Kennzeichnung dort, wo der Beitrag beginnt — nicht erst im dritten Kommentar?
- Deckt der Vertrag eine Nachbesserungsfrist, falls Plattformen Formate ändern?
- Wer archiviert Screenshots der veröffentlichten Beiträge?
Wir nehmen regulatorische Themen in unsere Wochenausgaben auf, wenn sie die Praxis von Marken oder Agenturen unmittelbar berühren. Eine Rechtsberatung ersetzen wir dabei nicht; wir zeigen, welche Fragen im Briefing und im Agenturvertrag auftauchen sollten.